Diese 3 Bereitschaften solltest Du mitbringen, wenn Du die Einfühlsame = Gewaltfreie Kommunikation lernen möchtest

Ich bin der Überzeugung, dass jeder lernen kann, sich einfühlsam im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation auszudrücken.

Da Kommunikation jedoch mehr ist als Worte oder Formulierungen macht eine einfühlsame Sprache in meinen Augen nur Sinn, wenn man neben den entsprechenden inneren Grundhaltungen (siehe meinen Artikel Die 7 spirituellen Grundhaltungen hinter der Einfühlsamen Kommunikation) auch folgende Bereitschaften mit bringt.

Nur dann wirkt eine Sprache des Herzens wirklich authentisch und wahrhaftig und nur dann wird sie uns oder unser Gegenüber bereichern.

Dazu solltest Du bereit sein:

  1. Miteinander statt Gegeneinander = Die Bereitschaft Konflikte anzusehen als Chance für mehr Verbindung statt zur Durchsetzung eigener Interessen
  2. Mut zur Einfühlung und Ehrlichkeit = Die Bereitschaft, die Maske, Dein Pokerface abzulegen, Gefühle bei Dir und anderen wahrzunehmen und diese ehrlich auszudrücken
  3. Die Bereitschaft bei Dir selbst anzufangen → Giraffen-Zungen und -Ohren aufzusetzen

1. Miteinander statt Gegeneinander = Die Bereitschaft Konflikte anzusehen als Chance für mehr Verbindung statt zur Durchsetzung eigener Interessen

Bei der einfühlsamen Kommunikation geht es nicht darum, zu lernen, wie wir uns möglichst geschickt ausdrücken, um unsere persönlichen Ziele und Interessen durchzusetzen, sondern darum, das Miteinander und damit die Beziehungen zu unseren Mitmenschen zu verbessern.

Es geht also um mehr, als zu lernen, sich geschickt auszudrücken oder manipulative Rhetorik anzuwenden, um andere zu überzeugen und zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen.

Eine heilsame Sprache wie die Gewaltfreie Kommunikation zeichnet sich vor allem durch die dahinter stehende Haltung als durch die Verwendung bestimmter Worte und Formulierungen aus.

Kommunikation transportiert mehr als das gesprochene Wort

Auch die verdeckte Absicht des Sprechers und seine Einstellung zu dem, was er vermittelt, wird wahrgenommen. Wir spüren schnell, wenn uns jemand bloß gut zuredet, nicht weil er es erst meint oder uns etwas Nettes sagen möchte, sondern um ein gewünschtes Verhalten von uns zu erzielen.

Vor allem Kinder sind für solche manipulativen Methoden sehr sensibel und reagieren trotzig und uneinsichtig. Sie gehen dann auf Widerstand und lehnen es ab, unseren Wünschen zu folgen, nicht wegen dem Anliegen an sich, sondern wegen der Art und Weise, wie etwas an sie herangetragen wird.

In heilsamen Kommunikationsmodellen wie der Einfühlsamen Kommunikation ist das Oberziel stets die Verbesserung des Miteinanders, statt die Durchsetzung eigener Ziele. Hier finden wir mehr als nur die Anleitung des richtigen Ausdrucks.

Eine Sprache des Herzens vermittelt immer auch ein Menschenbild, das geprägt ist von einem ehrlichen, einfühlsamen und von gegenseitigem Respekt geprägtem Miteinander.

2. Mut zur Einfühlung und Ehrlichkeit = Die Bereitschaft, die Maske, das Pokerface abzulegen, Gefühle bei Dir und anderen wahrzunehmen und diese ehrlich auszudrücken

Statt wie herkömmlich andere oder uns zu kritisieren und zu verurteilen, wenn wir oder sie nicht so handeln, wie wir uns das wünschen, lenken wir bei der Einfühlsamen Kommunikation das Licht unseres Bewusstseins nach innen. Wir schauen, was in uns oder anderen lebendig ist an Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen.

Das kann Angst machen und braucht Mut!

Denn solange wir unseren Unmut mithilfe von Kritik und Verurteilungen ausdrücken, können wir uns hinter den Analysen und Interpretationen unseres Verstandes „verstecken“.

„Wie konntest Du nur schon wieder …“ oder „Das ist rücksichtslos und egoistisch von Dir!“ sind Formulierungen durch die wir unseren Unmut nach außen bringen, aber so gut wie nichts davon preisgeben, was wirklich in uns vor sich geht. Solch eine lebensentfremeende Sprache ermöglicht es uns, unpersönlich und im Kopf zu bleiben.

Die Einfühlsame Kommunikation hingegen verlangt von uns, dass wir vom Kopfwesen zum Fühlwesen werden und Gefühle wahrnehmen und diese auch ehrlich ausdrücken.

Wir müssen also die Karten auf den Tisch legen, unser Pokerface ablegen und machen uns damit verwundbar und verletzlich.

Aus einem „Wie konntest Du nur schon wieder zu spät kommen! Das ist rücksichtslos und egoistisch von Dir!“ wird so vielleicht ein „Wenn Du zu spät nach Hause kommst, fühle ich Schmerz, weil mir einerseits Zuverlässigkeit in Beziehungen wichtig ist und andererseits, weil ich Angst habe, dass ich Dir nicht wichtig bin.“

Doch auch, wenn es in einer vom Verstand geprägten Gesellschaft Angst machen und Mut erfordern kann, Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, lohnt sich das in den meisten Fällen. Denn dadurch wecken wir das Einfühlungsvermögen unserer Mitmenschen und die Chance steigt, dass sie einfühlsam und mitfühlend auf uns reagieren.

3. Die Bereitschaft bei Dir selbst anzufangen → Giraffen-Zungen und Giraffen-Ohren aufzusetzen

Nur, weil wir beginnen, uns mit einer Sprache des Herzens zu beschäftigen und lernen, uns einfühlsam und ehrlich auszudrücken, können wir nicht erwarten, dass unser Umfeld mitzieht.

Und ja, es ist eine Herausforderung, die Kunst der Einfühlsamen Kommunikation mit jemanden zu praktizieren, der an der herkömmlichen lebensentfremdenden Sprache, die Marshall Rosenberg, der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation, auch gerne als Wolfssprache bezeichnet, festhält.

Wölfe sind aggressive Tiere und dienen als Symbol für eine Sprache, die uns von unserem natürlichen Potenzial zur Einfühlung und Mitgefühl abtrennt. Solange wir mit Wölfen kommunizieren, ist die Bereitschaft bei uns selbst anzufangen und uns Giraffen-Zunge und Giraffen-Ohren anzulegen unerlässlich.

Die Giraffe ist unter den auf dem Land lebenden Tiere, das Tier mit dem größten Herzen und wird gerne als Symbol für die Gewaltfreie Kommunikation als Sprache des Herzens verwendet.

Die Giraffen-Ohren ermöglichen uns, selbst hinter Kritik, Anschuldigungen, Ablehnungen und Beleidigungen nichts anderes als den tragischen Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse unseres Gegenübers zu hören. Gleichzeitig befähigt uns die Giraffen-Zunge dazu, die entsprechenden Gefühle und Bedürfnisse für unser Gegenüber zu formulieren.

Wie das genau geht, das vermittle ich Dir gerne in einem Coaching oder in meinem Online-Kurs „Schenke Dein Mitgefühl – Dir und anderen!“

Erfahre mehr über meine Arbeit und meine Angebote

Fazit: Die Einfühlsame Kommunikation ist für Dich, wenn

  1. es Dir ums Miteinander statt ums Gegeneinander geht
  2. Du den Mut hast, Gefühle bei Dir und anderen wahrzunehmen und diese offen und ehrlich auszudrücken
  3. Du bereit bist, bei Dir anzufangen und Dir Giraffen-Zunge und Giraffen-Ohren anzuziehen
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